ADRA Deutschland – Blog

Hilfsprojekte

Spendenaktion für Kinderklinik in Äthiopien erfolgreich abgeschlossen!

Im Sommer 2015 kam von ADRA Äthiopien die Bitte, die Kinderklinik in Mekele zu unterstützen. Die „Mekele Seventh Day Adventist Clinic“ wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet. Das bei der Bevölkerung beliebte Krankenhaus bietet allgemeine medizinische Versorgung und hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Allerdings war die Ausstattung komplett veraltet und die Klinik kämpfte trotz des sehr engagierten Teams rund um Dr. Tesfalem ums Überleben.

Fast alle medizinischen Geräte schon angekommen

Mit Hilfe engagierter Spendensammler konnte ein Großteil der medizinischen Geräte bereits im vergangenem Jahr gekauft und nach Äthiopien geschickt werden. Der Helferkreis der Adventgemeinde Augsburg hat maßgeblich dazu beigetragen. Der Helferkreis besteht aus 70 bis 80 Engagierten, die in ehrenamtlicher Tätigkeit über das Jahr hinweg hochwertige Weihnachtsdekorationen anfertigen. Diese wird anschließend auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt verkauft. Der Verkaufserlös geht als Spende an ADRA beziehungsweise wird für ein bestimmtes Hilfsprojekt eingesetzt, wie etwa die Kinderklinik in Mekele.

Helferkreis Augsburg erwirtschaftet fehlende Summe für Röntgengerät

Am vergangenen Weihnachtsmarkt in Augsburg konnte der Helferkreis mit 14.000 Euro wiederum eine stolze Summe erwirtschaften!  Das reicht, um nun auch das fehlende Röntgengerät für die Kinderklinik zu kaufen. ADRA dankt allen unermüdlichen Spendern und Unterstützern, die dies möglich gemacht haben!

Kinderklinik in Mekele von außen.
Kinderklinik in Mekele von außen.
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„Ohne die Winterhilfe könnten wir kaum überleben“

Die 35-jährige Nasima ist alleinerziehend und eine der 700 Menschen, die in der afghanischen Provinz Bamyan von ADRA Winterhilfe erhalten. Denn im Winter wird es dort bitterkalt und ihr Lohn reicht kaum aus, um ihre kleine Familie über den Winter zu bringen. Sie erzählt:

„Vor zwei Jahren hat mich mein Ehemann verlassen. Seither lebe ich wie eine Witwe. Ich weiß nicht einmal, ob er lebt oder tot ist, und ich habe drei Kinder, um die ich mich kümmern muss. Mein Mann war drogenabhängig und arbeitslos, daher musste ich auch damals schon arbeiten gehen, um meine Familie zu ernähren.

Winterhilfe Afghanistan

Der Lohn reicht kaum zum Überleben

Das sind meine drei Kinder: Shamsollah, er ist zwölf und geht in die fünfte Klasse. Nasrullah ist neun Jahre alt und ist in der zweiten Klasse, und mein Jüngster, Hassibullah, ist sieben und besucht die erste Klasse in Karti Solh. Um meine Familie versorgen zu können, arbeite ich als Putzfrau in einer Vorschule. Jeden Tag putze ich von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags, aber ich bekomme nur sehr wenig Lohn. Dennoch bin ich dankbar für das Geld, denn ohne dieses könnte ich meine Kinder nicht versorgen.

Im Winter wird es bitterkalt

Im Winter sinken die Temperaturen hier in Bamyan, es wird sehr kalt. Wir müssen unser weniges Geld dafür ausgeben, unsere Zimmer zu heizen. Da bleibt nichts mehr übrig für die essentiellen Dinge wie Essen, Kleidung, Schreibblöcke oder Stifte. Und es ist sehr schwierig, während der Wintermonate über die Runden zu kommen. Die Unterstützung, die wir von ADRA und der deutschen Regierung erhalten, ist eine große Hilfe für mich und meine Kinder. Die Holzkohle für den Ofen und die warmen Decken werden uns durch den Winter helfen.“

Jemen – Hilfe, die einen Unterschied macht

Fernab der Weltöffentlichkeit ereignet sich eine Hungerkatastrophe im Jemen, denn in weiten Teilen des Landes herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Viele Familien fliehen aus ihren Heimatgebieten und suchen in Flüchtlingscamps Zuflucht. Eine medizinische Grundversorgung ist für diese Menschen aber nicht geregelt. Einfache Gesundheitsprobleme wie Durchfallerkrankungen oder Erkältungen können ohne die richtige Versorgung schnell zum Tod führen – inbesondere bei Kindern.

Ein Hoffnungsschimmer für die Menschen im Jemen

Aber es gibt auch Positives zu berichten, wie bei diesem Kind, dem gerade noch rechtzeitig geholfen werden konnte. Als die Ärzte es vorfanden, war es dehydriert, hatte Fieber und eine Lungenentzündung. Jetzt ist es drei Monate alt und nach intensiver medizinischer Behandlung hat es sich altergemäß gut entwickelt. So geben die zwei mobilen medizinischen Einheiten von ADRA den Menschen im Regierungsbezirk Hudaidah wieder neue Hoffnung.

Krankes Kind im Jemen - vor und nach medizinischer Behandlung

Gemalte Bilder erzählen vom Leid der Kinder im Irak

Tausende Kinder sind allein oder mit ihren Familien vor Terror und Krieg aus Syrien in den Irak geflüchtet. Nach Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR ist etwa die Hälfte von ihnen durch die schrecklichen Erlebnisse traumatisiert. Im Aufzeichnen und Malen können solche Erfahrungen teilweise aufgearbeitet werden. Die hier gezeigten Bilder aus einem Camp im Irak sprechen für sich selbst. Wer helfen möchte, die Situation für die Kinder im Camp zu verbessern, kann dies über das Spendenformular unter dem Stichwort „IRAK“ tun.

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ADRA hilft Binnenvertriebenen im Südsudan den Hunger zu überwinden

Der Bundesstaat Upper Nile im Südsudan steht seit Beginn des Bürgerkrieges im Dezember 2013 im Zentrum der humanitären Hilfe. In die Bezirke Nasir und Ulang entlang des Sobat Flusskorridors sind viele Menschen geflohen und haben sich dort angesiedelt. ADRA hilft ihnen dabei, den Hunger zu überwinden.

Ruach ist froh Saatgut und Werkzeuge anstelle von Lebensmittelspenden zu erhalten

Ruach Kalam TopRuach Kalam Top ist 65 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Doma payam, Ulang County. Er hat durch den bewaffneten Konflikt in Südsudan im Jahr 2013 sein Vieh und das gesamte Hab und Gut verloren. Er und seine Familie hatten nichts mehr zu essen und mussten wilde Früchte sammeln oder betteln. In dieser aussichtslosen Situation hat ihm das Hilfsprojekt von ADRA wieder Hoffnung gegeben.

Als er Saatgut und Werkzeuge von ADRA bekam, war er fest entschlossen, seine verzweifelte Situation zu ändern. So hat er es geschafft, wieder genügend Lebensmittel für sich und seine Familie anzubauen und er plant von seinen Überschüssen Kühe zu kaufen, um seine Einkommenssituation weiter zu verbessern.

Ruach hat mehr als 400 Kilogramm Mais, 110 Kilogramm Linsen und verschiedene Gemüse geerntet. Aus dieser Ernte hat er bereits genügend Saatgut zurückgelegt, welches er in der nächsten Saison setzen wird.

„Ich bin zufrieden mit ADRA, weil wir Saatgut und Werkzeuge anstatt fertigen Lebensmitteln bekommen haben. Denn die Lebensmittel würden wir aufbrauchen und hätten dann wieder Hunger. Das Saatgut und die Werkzeuge können wir dagegen bedarfsgerecht einsetzen.“

Nyagun kann ihre Familie endlich wieder ernähren

Nyagun Kun KuaonNyagun Kun Kuaon (rechts) ist 50 Jahre alt und lebt in Wunkuel Village in Wechdenyang Boma, Ulang County. Nyagun hat acht Kinder und zwei Großmütter, die sie als Bäuerin versorgen muss.

Bevor sie das Saatgut und die Werkzeuge von ADRA bekam, war ihr Leben miserabel. Sie musste bei Verwandten um Lebensmittel bitten und wilde Früchte sammeln. Ihre jüngeren Kinder litten unter Mangelernährung.

Deswegen hat sie sich sehr darüber gefreut, Unterstützung von ADRA zu erhalten und es spornte sie an, hart zu arbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Sie hat jetzt genügend Ernte, um ihre Familie gut zu versorgen.

Nyagun sagt, dass sie nicht weiß, wie sie ADRA und den Menschen in Deutschland für diese Hilfe danken kann. Ohne ADRA wären sie womöglich gestorben oder hätten nach Äthiopien in ein Flüchtlingscamp gehen müssen. Deswegen ist sie ADRA sehr dankbar für diese Unterstützung!

Bessere Sesamernte für Kleinbauern in Mali

Der Distrikt Banamba in der Provinz Koulikoro in Mali ist eine von vielen Regionen, die von der Nahrungsmittelkrise im Sahel betroffen ist. Viele der dort ansässigen Sesam anbauenden Kleinbauern haben durch wiederkehrende und lange Dürreperioden große Mühe, gute Erträge zu erzielen. ADRA unterstützt 1.626 Kleinbauern dabei, die Sesamernte durch angepasste landwirtschaftliche Techniken und die Vergabe von Kleinkrediten zu verbessern. Das erhöht ihr Einkommen und lässt sie der Armut entfliehen:

Vermittlung neuer Kenntnisse

mamadou-diarra

Mamadou Diarra ist der Vorsitzende der Dorfkooperative TOTA. Er freut sich über die neuen landwirtschaftlichen Kenntnisse über den Sesamanbau, die er durch ADRA erworben hat. Außerdem sagt er, dass in der Vergangenheit jeder Bauer für sich seine Ernten verkauft hat. Das hat sich jetzt geändert. Die Preise werden kollektiv für die Kooperative ausgehandelt und die Bauern verkaufen ihre Sesamproduktion gemeinsam. So profitieren alle Bauern der Gemeinschaft. Durch diese Unterstützung hat sich die Sesamproduktion der Bauern deutlich erhöht. Während 2014 drei Tonnen Sesam produziert wurden, waren es zuletzt 14 Tonnen.

ADRA unterstützt vor allem auch Frauen, sich am Sesamanbau zu beteiligen. „Ich habe meiner Frau zuerst eine kleines Stück Land zur Verfügung gestellt, damit sie üben kann. Dann habe ich aber erkannt, dass meine Frau mindestens das Gleiche schafft wie ich, wenn nicht sogar mehr und ihre Produktion stetig erhöht. Daher habe ich ihr jetzt noch mehr Land überlassen“, sagt Mamadou. Als Ergebnis der Bemühungen haben Mamadou und seine Frau auf der ein Hektar großen Farm 415 Kilogramm Sesam angebaut im Vergleich zu 300 Kilogramm im Vorjahr.

Vergabe von Kleinkrediten

Kleinbäuerin aus Mali

„Ich heiße Maimouna Diarra und bin Sesamproduzentin. Ich bin sehr zufrieden, da ich von einem Kleinkredit unserer Genossenschaft profitieren konnte, wie so viele andere weiblichen Mitglieder auch. Durch diesen Kleinkredit konnte ich mir für die Feldarbeit auf meiner Sesamparzelle Arbeitskräfte leisten und so war es möglich die Aussaat und die Unkrautbekämpfung mit der Hacke rechtzeitig zu bewerkstelligen. Genauso profitierten andere Kreditnehmerinnen aus unserem Verein – alle konnten die Arbeiten auf ihrem Sesamfeld rechtzeitig erledigen. Wir haben uns verpflichtet, den Kredit nach dem Verkauf der Sesamernte zurückzuzahlen. Das passt uns gut so. Wir sind sicher, dass wir keine Schwierigkeiten haben werden, den Kredit rechtzeitig zurückzuzahlen. Mir fehlen die Worte um ADRA angemessen für diese Unterstützung zu danken. Grand Merci.“

Bildung für Kinder ethnischer Minderheiten im ländlichen Myanmar

Viele Kinder im ländlichen Myanmar haben keinen Zugang zu Bildung. Anhaltende Konflikte sowie politische Entscheidungen erschweren es besonders Kindern ethnischer Minderheiten in schwer zugänglichen Hochlandregionen, eine Schule zu besuchen. Dort leben die Menschen seit mehr als 60 Jahren in großer Armut und werden in vielen sozialen Belangen benachteiligt. ADRA ermöglicht es Kindern ethnischer Minderheiten in 66 Dörfern im Osten des Landes zu lernen und eine Schule zu besuchen. Hierzu werden 380 Lehrer geschult, die Unterricht in die abgelegenen Regionen ohne Schulen bringen. So bekommen auch benachteiligte Kinder eine elementare Bildung, die ihnen auf dem künftigen Lebensweg helfen wird.

> Mehr zum Projekt.

Im Dorf Wan Kei Shai wurde die erste Schule eröffnet. 55 Kinder haben damit zum ersten Zugang zu Bildung.

Im Dorf Wan Kei Shai wurde die erste Schule eröffnet. 55 Kinder haben damit zum ersten Zugang zu Bildung.

Lehrer für Myanmar

Junge Lehrer, die Bildung in entlegene Hochlandregionen bringen.

Wiederaufbau der Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Jena

2013 wurde die Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe in Jena vom Hochwasser der Saale überflutet. Eine Fläche von 4.500 Quadratmetern stand kniehoch unter Wasser. Trotz aller Bemühungen entstand ein enormer Schaden am Bauwerk sowie der Ausstattung. Vor allem Maschinen und Einrichtungsgegenstände wurden beschädigt und mussten ausgetauscht werden. Dank ADRA konnten diverse Investitionsgüter angeschafft sowie der Eingangsbereich und die Garage umgebaut werden. Mit den Hilfsmaßnahmen wurden die ursprünglichen Arbeitsbedingungen für 290 Mitarbeiter mit Behinderungen und 62 Fachkräfte nicht nur wiederhergestellt, sondern auch verbessert.

Hochwasser
Hochwasser
Das Hochwasser im Jahr 2013 hat das gesamte Gelände überflutet.
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Frauen in Äthiopien – Neue Perspektiven durch digitale Kompetenz

Viele Frauen in Äthiopien sind aufgrund mangelnder Bildung zumeist abhängig von Landwirtschaft und gelegentlichen Hilfsarbeiten. 92 Prozent von ihnen leben in Armut, denn mit diesen Tätigkeiten können sie kein nachhaltiges Einkommen erwirtschaften. Es fehlt an Arbeitsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Um ihre Lebensumstände zu verbessern, schult ADRA 150 Frauen im Umgang mit dem Computer und der digitalen Welt. Diese Schulungen erhöhen ihre Chance auf eine Anstellung oder selbstständige Tätigkeit. Workshops zur Unternehmensgründung sowie Mikrokredite helfen ihnen beim Start in ein neues Leben. Bereits jetzt haben mehrere Absolventinnen eine Festanstellung bekommen und können ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten.

Absolventin des BildungsprojektesAbsolventin des BildungsprojektesAbsolventin des Bildungsprojektes

Hilfe für Frauen mit Geburtsfisteln

Rund zwei Millionen Frauen weltweit leiden unter Geburtsfisteln, weil sie keine angemessene medizinische Hilfe bei der Geburt ihrer Kinder erhalten. Diese Fistel führt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen, wie etwa unkontrollierten Harnverlust, und macht betroffene Frauen häufig zu sozial Ausgestoßenen. Die Frauen verarmen und vereinsamen. ADRA verhilft erkrankten Frauen in Kenia zu einem neuen Leben, so auch Josephine Achieng Onyango:

Josephine Achieng Onyango

„Mein Zustand war schrecklich. Tags wie nachts verlor ich Urin. Gesellschaftliche Aktvitäten habe ich aus Scham gemieden und erfand Ausreden. Nach der Operation hat dies nun ein Ende. Ich danke ADRA und allen Spendern für ihre Unterstützung! Ich werde meine Erfahrungen mit Frauen, die unter Geburtsfisteln leiden, teilen, damit ihnen ebenfalls geholfen wird und sie wieder ein normales Leben führen können!“