ADRA Deutschland – Blog

Afrika

Selbstständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit dank ADRA

John Jock Gatkouth ist Bauer und lebt in Nyangora, Doma County im Südsudan. Seine Familie besteht aus 16 Personen. Er hat sechs Söhne, fünf Töchter und vier Frauen. Er ist zwar ungebildet, weiß aber um die Bedeutung von Bildung. Daher wünscht er sich, dass seine Kinder zur Schule gehen. Aber das höchste Bildungsniveau, das Kinder in dieser Region erreichen können, ist die fünfte Klasse. Denn aufgrund des Bürgerkrieges gibt es keine Lehrer, die an höheren Bildungseinrichtungen unterrichten könnten. Um seine Kinder nach Äthiopien zu schicken, fehlt John jedoch das Geld.

John Jock Gatkouth

Durch Bürgerkrieg alles verloren

Vor dem Krieg ging es der Familie sehr gut und sie führten ein gutes Leben. John hatte genug Kühe, betrieb Landwirtschaft und Fischfang. Mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013 verlor er sein gesamtes Hab und Gut. Die Familie konnte sich nur noch eine Mahlzeit am Tag leisten und hing stark vom Sammeln wilder Pflanzen und Hilfsgütern ab. Obwohl John versuchte, Landwirtschaft zu betreiben, hatte er nicht genug Saatgut und Werkzeuge, um seine Familie ernähren zu können. Die Situation verschlechterte sich so sehr, dass er sogar erwog, in ein Flüchtlingscamp nach Äthiopien zu gehen.

Saatgut

Hilfsprojekt verändert Johns Leben

Das Hilfsprojekt von ADRA wurde zu einem Wendepunkt in Johns Leben. Im Rahmen des Projekts wurden ihm Saatgut und Werkzeuge zur Verfügung gestellt sowie Trainingsprogramme zu Tiergesundheit, Landwirtschaft und Betriebswirtschaft angeboten. Er lernte die Anzucht des Saatguts, das Verpflanzen der Setzlinge sowie die Pflege der Erntepflanzen. Mit den neu gewonnenen Kenntnissen und Hilfsmitteln kultiviert John mehr als drei Hektar Land mit verschiedenen Getreide und Gemüsesorten.

Gute Ernte und mehr Einkommen

So konnte John im vergangenem Jahr 800 Kilogramm Mais und eine beträchtliche Menge an Gemüse ernten. Die Sterblichkeitsrate des Viehs sank, während sich die Milchproduktion auf mehr als 10 Liter pro Tag steigerte. Und sogar Rücklagen konnte John bilden. Die Familie kann sich nun drei Mahlzeiten am Tag leisten sowie wichtige Produkte wie Seife, Salz und Kinderkleidung kaufen. Dieser Fortschritt hat nicht nur mehr Ernährungssicherheit gebracht, sondern auch die Anfälligkeit der Familie vor Flut und Dürre reduziert, die in diesem Gebiet häufig vorkommen. John sagt, dass ADRA die einzige Organisation ist, die ihm dabei geholfen hat, selbstständig und finanziell unabhängig zu werden. Dafür ist er sehr dankbar!

Glück im Unglück für junge Massia in Kenia

Janet ist 19 Jahre alt und wurde in eine arme Bauernfamilie in Elbisil, Kajiado Countey, hineingeboren. Einem üblichen Brauch der Massai folgend, sollte sie mit neun Jahren mit einem 60-jährigen Mann verheiratet werden. Ihre Eltern erhofften sich, dadurch Ziegen und Kühe zu erhalten, denn sie gehören zu den ärmsten Haushalten in der Region. Dabei wollte Janet viel lieber zur Schule gehen. Aber sowohl ihr als auch ihren Geschwistern wurde es verwehrt.

Janet, eine Massia aus Kenia

Eine Entscheidung, die ihr Leben verändert

Zwei Tage vor der geplanten Hochzeit, entschied sie sich im Morgengrauen von Zuhause wegzulaufen und im vier Kilometer entfernten Bissil um Hilfe zu bitten. Sie war fest dazu entschlossen, der frühen Verheiratung zu entgehen:

„Glücklicherweise fand ich die zuständigen Regierungsbüros und wurde noch am selben Tag im von ADRA unterstützten Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado aufgenommen. Dieses Zentrum unterstützt Mädchen, die vor Zwangsheirat, Gewalt und Genitalverstümmelung, fliehen. Dort habe ich die elementare Schulbildung abgeschlossen. Meine Eltern entschuldigten sich für ihre Pläne und entschlossen sich auch meine kleinen Schwestern in die Schule zu schicken.“

Janet besucht jetzt das letzte Schuljahr einer weiterführenden Schule in Bissil und will Krankenschwester werden: „Wenn ich die Unterstützung von ADRA nicht bekommen hätte, wäre ich eine arme Mutter mit vielen Kindern geworden, die nicht lesen und schreiben kann.“

Janet mit ihren Eltern

Extreme Dürre bedroht die Menschen in Kenia

Janet wird in der Schule gut versorgt, aber die Situation ihrer Familie bedrückt sie sehr. Manchmal kann sich die Familie nur eine Mahlzeit am Tag leisten oder muss sogar tagelang hungern.

Kaijado ist einer der 23 Bezirke in Kenia, die extrem von der Dürre betroffen sind. Die Menschen sind abhängig von der Viehwirtschaft, doch aufgrund der Dürre sind viele Tiere verendet. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind akut vom Hungertod bedroht. ADRA versorgt in Bissil die am stärksten gefährdeten Familien mit Nahrungsmittelpaketen und Trinkwasser. Janets Familie ist eine von ihnen. Sie erhalten monatliche Rationen mit Maismehl, Weizenmehl, Reis, Bohnen, Pflanzenöl, Zucker und Salz.

Dürre in Kenia – ADRA verteilt Lebensmittel

Spendenaktion für die Mekelle Adventist School in Äthiopien

Mekelle Adventist School

Die Mekelle Adventist School in Äthiopien wurde 1968 gegründet und genießt einen guten Ruf in der Region. Die Schule hat maßgeblich zur Bildung von Menschen beigetragen, die sich heute positiv in die Zivilgesellschaft einbringen. Hier arbeitet motiviertes Personal, welches sich mit Berufung für die Schule engagiert. Seit einigen Jahren jedoch ist die Schule zunehmend baufällig geworden und es fehlen moderne Unterrichtsmaterialien. Aus diesem Grund wurde ein Hilfsprojekt sowie eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um mehr Schulplätze für Kinder und Jugendliche in der Region zu schaffen und um den Unterricht qualitativ besser zu gestalten.

Modernisierung und Verbesserung des Unterrichts

Ziel des Projekts ist die Verbesserungen der Lernmöglichkeiten und Unterrichtsmaterialien an der Mekelle Adventist School sowie die Wiedereröffnung der High School als integrierter Schulzweig der Schule. Dazu baufällige Gebäude wird renoviert und um einen Neubau ergänzt. Die neuen räumlichen Kapazitäten sowie Schulmaterialien werden dazu beitragen, die Einschulungsquote anzuheben.

Unterstützen Sie die Spendenaktion mit Ihrer Spende und tragen Sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in der Region Mekelle eine gute Schulbildung erhalten!

ADRA Direkt – Leben trotz Dürre in Äthiopien

Extreme Dürre bedroht die Existenz der Hirtennomaden der Region Afar in Äthiopien. Dawit Mehari, Länderkoordinator bei ADRA Deutschland, berichtet über ein aktuelles Hilfsprojekt in der Region.

Dürre in Kenia – ADRA verteilt Lebensmittel

Die heftige Dürreperiode in Kenia hat zu großen Ernteeinbußen und Verlusten von Viehbeständen geführt. Die Menschen können sich selbst nicht mehr versorgen und sind vom Hungertod bedroht. In vielen Teilen des Landes wurde deshalb der Katastrophenzustand ausgerufen. Um diese große Not zu lindern, verteilt ADRA Lebensmittelrationen mit u.a. Maismehl, Bohnen und Reis an betroffene Familien in Bisil.

Lebensmittelverteilung in Kenia

Lebensmittelhilfe für Massai in Kenia

ADRA leistet Nothilfe für Vertriebene in Nigeria

Die fundamentalistische Gruppe „Boko Haram“ verursacht insbesondere seit Ende 2014 großes Leid im Norden Nigerias und in Teilen angrenzender Länder. Millionen Menschen sind seitdem in Nigeria und den Nachbarstaaten Tschad, Niger und Kamerun auf der Flucht. Das Welternährungsprogramm schätzt, dass allein im Nordosten Nigerias 4,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittehilfen angewiesen sind. Überfüllung, der Mangel an Nahrung und die verheerenden Zustände in den Flüchtlingslagern bringen Betroffene dazu, wieder in ihre Dörfer zurückzukehren. ADRA unterstützt Rückkehrer in Adamawa und Born durch die Versorgung mit Nahrung. Witwen, Frauen, Kinder und ältere Menschen werden dabei besonders berücksichtigt. ADRA vergibt an betroffene Haushalte Lebensmittelpakete, die unter anderem Reis, Bohnen, Mehl und Mais enthalten. Dadurch wird der tägliche Kalorienbedarf der Menschen gedeckt und sie müssen nicht länger Hunger leiden. Rund 2.500 Menschen profitieren von diesem Projekt.

Lebensmittelpakete für Vertriebene in Nigeria.
Die Lebensmittelpakete beinhalten unter anderem Reis, Bohnen, Mehl und Mais.
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Spendenaktion für Kinderklinik in Äthiopien erfolgreich abgeschlossen!

Im Sommer 2015 kam von ADRA Äthiopien die Bitte, die Kinderklinik in Mekele zu unterstützen. Die „Mekele Seventh Day Adventist Clinic“ wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet. Das bei der Bevölkerung beliebte Krankenhaus bietet allgemeine medizinische Versorgung und hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Allerdings war die Ausstattung komplett veraltet und die Klinik kämpfte trotz des sehr engagierten Teams rund um Dr. Tesfalem ums Überleben.

Fast alle medizinischen Geräte schon angekommen

Mit Hilfe engagierter Spendensammler konnte ein Großteil der medizinischen Geräte bereits im vergangenem Jahr gekauft und nach Äthiopien geschickt werden. Der Helferkreis der Adventgemeinde Augsburg hat maßgeblich dazu beigetragen. Der Helferkreis besteht aus 70 bis 80 Engagierten, die in ehrenamtlicher Tätigkeit über das Jahr hinweg hochwertige Weihnachtsdekorationen anfertigen. Diese wird anschließend auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt verkauft. Der Verkaufserlös geht als Spende an ADRA beziehungsweise wird für ein bestimmtes Hilfsprojekt eingesetzt, wie etwa die Kinderklinik in Mekele.

Helferkreis Augsburg erwirtschaftet fehlende Summe für Röntgengerät

Am vergangenen Weihnachtsmarkt in Augsburg konnte der Helferkreis mit 14.000 Euro wiederum eine stolze Summe erwirtschaften!  Das reicht, um nun auch das fehlende Röntgengerät für die Kinderklinik zu kaufen. ADRA dankt allen unermüdlichen Spendern und Unterstützern, die dies möglich gemacht haben!

Kinderklinik in Mekele von außen.
Kinderklinik in Mekele von außen.
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ADRA hilft Binnenvertriebenen im Südsudan den Hunger zu überwinden

Der Bundesstaat Upper Nile im Südsudan steht seit Beginn des Bürgerkrieges im Dezember 2013 im Zentrum der humanitären Hilfe. In die Bezirke Nasir und Ulang entlang des Sobat Flusskorridors sind viele Menschen geflohen und haben sich dort angesiedelt. ADRA hilft ihnen dabei, den Hunger zu überwinden.

Ruach ist froh Saatgut und Werkzeuge anstelle von Lebensmittelspenden zu erhalten

Ruach Kalam TopRuach Kalam Top ist 65 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Doma payam, Ulang County. Er hat durch den bewaffneten Konflikt in Südsudan im Jahr 2013 sein Vieh und das gesamte Hab und Gut verloren. Er und seine Familie hatten nichts mehr zu essen und mussten wilde Früchte sammeln oder betteln. In dieser aussichtslosen Situation hat ihm das Hilfsprojekt von ADRA wieder Hoffnung gegeben.

Als er Saatgut und Werkzeuge von ADRA bekam, war er fest entschlossen, seine verzweifelte Situation zu ändern. So hat er es geschafft, wieder genügend Lebensmittel für sich und seine Familie anzubauen und er plant von seinen Überschüssen Kühe zu kaufen, um seine Einkommenssituation weiter zu verbessern.

Ruach hat mehr als 400 Kilogramm Mais, 110 Kilogramm Linsen und verschiedene Gemüse geerntet. Aus dieser Ernte hat er bereits genügend Saatgut zurückgelegt, welches er in der nächsten Saison setzen wird.

„Ich bin zufrieden mit ADRA, weil wir Saatgut und Werkzeuge anstatt fertigen Lebensmitteln bekommen haben. Denn die Lebensmittel würden wir aufbrauchen und hätten dann wieder Hunger. Das Saatgut und die Werkzeuge können wir dagegen bedarfsgerecht einsetzen.“

Nyagun kann ihre Familie endlich wieder ernähren

Nyagun Kun KuaonNyagun Kun Kuaon (rechts) ist 50 Jahre alt und lebt in Wunkuel Village in Wechdenyang Boma, Ulang County. Nyagun hat acht Kinder und zwei Großmütter, die sie als Bäuerin versorgen muss.

Bevor sie das Saatgut und die Werkzeuge von ADRA bekam, war ihr Leben miserabel. Sie musste bei Verwandten um Lebensmittel bitten und wilde Früchte sammeln. Ihre jüngeren Kinder litten unter Mangelernährung.

Deswegen hat sie sich sehr darüber gefreut, Unterstützung von ADRA zu erhalten und es spornte sie an, hart zu arbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Sie hat jetzt genügend Ernte, um ihre Familie gut zu versorgen.

Nyagun sagt, dass sie nicht weiß, wie sie ADRA und den Menschen in Deutschland für diese Hilfe danken kann. Ohne ADRA wären sie womöglich gestorben oder hätten nach Äthiopien in ein Flüchtlingscamp gehen müssen. Deswegen ist sie ADRA sehr dankbar für diese Unterstützung!