ADRA Deutschland – Blog

Neueste Beiträge

ADRA bei der 7. Nacht der Kirchen in Darmstadt

Am vergangenen Freitag fand zum siebten Mal die Nacht der Kirchen in Darmstadt statt. Auf der „Meile der Menschlichkeit“ zwischen Luisenplatz und Ludwigskirche präsentiere sich ADRA mit einem Stand den interessierten Besuchern. Das Glücksrad und ein Popcornstand luden zum kurzen Verweilen ein, was gerne angenommen wurde.

ADRA auf der Nacht der Kirchen in Darmstadt

Wofür steht ADRA Deutschland?

Wofür steht ADRA? Welche Ziele verfolgt ADRA? Auf welchen Gebieten innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich ADRA? Wo liegt die besondere Kompetenz von ADRA? Wie unterscheidet sich ADRA von der Vielzahl anderer Hilfsorganisationen? Auf diese Fragen gibt es hier eine Antwort.

ADRA direkt: So hilft ADRA bei Katastrophen

Wirbelstürme, Kriege, Tsunamis – all das sind plötzliche Schicksalsschläge und das Leben der Menschen vor Ort ändert sich schlagartig. Sie sind in großer Not und meist sogar in Lebensgefahr. Was dann hinter den Kulissen passiert, damit internationale Hilfe so schnell wie möglich kommt, erklärt Frank Brenda von der Abteilung Katastrophenhilfe bei ADRA Deutschland.

Gemeinsam gegen die Hungersnot in Afrika

Über 25 Millionen Menschen in Afrika sind vom Hungertod bedroht. ADRA Deutschland e. V. dankt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seinen Appell, gemeinsam gegen die Hungersnot in Afrika einzutreten. #späteristzuspät

Selbstständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit dank ADRA

John Jock Gatkouth ist Bauer und lebt in Nyangora, Doma County im Südsudan. Seine Familie besteht aus 16 Personen. Er hat sechs Söhne, fünf Töchter und vier Frauen. Er ist zwar ungebildet, weiß aber um die Bedeutung von Bildung. Daher wünscht er sich, dass seine Kinder zur Schule gehen. Aber das höchste Bildungsniveau, das Kinder in dieser Region erreichen können, ist die fünfte Klasse. Denn aufgrund des Bürgerkrieges gibt es keine Lehrer, die an höheren Bildungseinrichtungen unterrichten könnten. Um seine Kinder nach Äthiopien zu schicken, fehlt John jedoch das Geld.

John Jock Gatkouth

Durch Bürgerkrieg alles verloren

Vor dem Krieg ging es der Familie sehr gut und sie führten ein gutes Leben. John hatte genug Kühe, betrieb Landwirtschaft und Fischfang. Mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013 verlor er sein gesamtes Hab und Gut. Die Familie konnte sich nur noch eine Mahlzeit am Tag leisten und hing stark vom Sammeln wilder Pflanzen und Hilfsgütern ab. Obwohl John versuchte, Landwirtschaft zu betreiben, hatte er nicht genug Saatgut und Werkzeuge, um seine Familie ernähren zu können. Die Situation verschlechterte sich so sehr, dass er sogar erwog, in ein Flüchtlingscamp nach Äthiopien zu gehen.

Saatgut

Hilfsprojekt verändert Johns Leben

Das Hilfsprojekt von ADRA wurde zu einem Wendepunkt in Johns Leben. Im Rahmen des Projekts wurden ihm Saatgut und Werkzeuge zur Verfügung gestellt sowie Trainingsprogramme zu Tiergesundheit, Landwirtschaft und Betriebswirtschaft angeboten. Er lernte die Anzucht des Saatguts, das Verpflanzen der Setzlinge sowie die Pflege der Erntepflanzen. Mit den neu gewonnenen Kenntnissen und Hilfsmitteln kultiviert John mehr als drei Hektar Land mit verschiedenen Getreide und Gemüsesorten.

Gute Ernte und mehr Einkommen

So konnte John im vergangenem Jahr 800 Kilogramm Mais und eine beträchtliche Menge an Gemüse ernten. Die Sterblichkeitsrate des Viehs sank, während sich die Milchproduktion auf mehr als 10 Liter pro Tag steigerte. Und sogar Rücklagen konnte John bilden. Die Familie kann sich nun drei Mahlzeiten am Tag leisten sowie wichtige Produkte wie Seife, Salz und Kinderkleidung kaufen. Dieser Fortschritt hat nicht nur mehr Ernährungssicherheit gebracht, sondern auch die Anfälligkeit der Familie vor Flut und Dürre reduziert, die in diesem Gebiet häufig vorkommen. John sagt, dass ADRA die einzige Organisation ist, die ihm dabei geholfen hat, selbstständig und finanziell unabhängig zu werden. Dafür ist er sehr dankbar!

Jin Nyu kann zum ersten Mal zur Schule gehen

In Myanmar leben die ethnischen Minderheiten seit Jahrzehnten unter der Herrschaftsgewalt des Militärregimes. 40 Prozent der Gesamtbevölkerung gehören diesen Minderheiten an. Den Kindern fehlt meist der Zugang zu Bildung. ADRA ermöglicht es ihnen, eine Schule zu besuchen.

Jin Nyu ist 10 Jahre alt und lebt im Shan State in Myanmar. Dieses Jahr kann sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Schule besuchen. Manche Jungen aus ihrem Ort konnten in die entfernt gelegene Klosterschule gehen, aber als Mädchen musste Jin Nyu bei ihrer Familie im Dorf bleiben.

Jin Nyu

Endlich eine Schule in der Region

Im September 2016 kam zum ersten Mal ein Lehrer zusammen mit Vertretern lokaler Behörden in ihr Dorf und sprach über die Gründung einer neuen Schule. Alle Familien freuten sich, dass bald eine neue Schule in ihrer Nähe entstehen sollte und somit alle Kinder aus dem Dorf lernen können.

Für ihren Schulweg benötigt Jin Nyu eine Stunde. Ihre Mutter packt ihr ein kleines Lunchpaket für die Pause ein. Der Unterricht findet zwischen 9 und 15 Uhr statt. Auf dem Rückweg ist sie schneller, da es bergab geht. Ihre Mitschüler sind zwischen 6 und 14 Jahren alt. Jin Nyu freut sich darüber, dass sie endlich eine Schule besuchen kann: „Ich möchte lesen und schreiben lernen. Dann kann ich die Hinweisschilder und Preise auf dem Markt lesen und verstehen.“

Glück im Unglück für junge Massia in Kenia

Janet ist 19 Jahre alt und wurde in eine arme Bauernfamilie in Elbisil, Kajiado Countey, hineingeboren. Einem üblichen Brauch der Massai folgend, sollte sie mit neun Jahren mit einem 60-jährigen Mann verheiratet werden. Ihre Eltern erhofften sich, dadurch Ziegen und Kühe zu erhalten, denn sie gehören zu den ärmsten Haushalten in der Region. Dabei wollte Janet viel lieber zur Schule gehen. Aber sowohl ihr als auch ihren Geschwistern wurde es verwehrt.

Janet, eine Massia aus Kenia

Eine Entscheidung, die ihr Leben verändert

Zwei Tage vor der geplanten Hochzeit, entschied sie sich im Morgengrauen von Zuhause wegzulaufen und im vier Kilometer entfernten Bissil um Hilfe zu bitten. Sie war fest dazu entschlossen, der frühen Verheiratung zu entgehen:

„Glücklicherweise fand ich die zuständigen Regierungsbüros und wurde noch am selben Tag im von ADRA unterstützten Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado aufgenommen. Dieses Zentrum unterstützt Mädchen, die vor Zwangsheirat, Gewalt und Genitalverstümmelung, fliehen. Dort habe ich die elementare Schulbildung abgeschlossen. Meine Eltern entschuldigten sich für ihre Pläne und entschlossen sich auch meine kleinen Schwestern in die Schule zu schicken.“

Janet besucht jetzt das letzte Schuljahr einer weiterführenden Schule in Bissil und will Krankenschwester werden: „Wenn ich die Unterstützung von ADRA nicht bekommen hätte, wäre ich eine arme Mutter mit vielen Kindern geworden, die nicht lesen und schreiben kann.“

Janet mit ihren Eltern

Extreme Dürre bedroht die Menschen in Kenia

Janet wird in der Schule gut versorgt, aber die Situation ihrer Familie bedrückt sie sehr. Manchmal kann sich die Familie nur eine Mahlzeit am Tag leisten oder muss sogar tagelang hungern.

Kaijado ist einer der 23 Bezirke in Kenia, die extrem von der Dürre betroffen sind. Die Menschen sind abhängig von der Viehwirtschaft, doch aufgrund der Dürre sind viele Tiere verendet. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind akut vom Hungertod bedroht. ADRA versorgt in Bissil die am stärksten gefährdeten Familien mit Nahrungsmittelpaketen und Trinkwasser. Janets Familie ist eine von ihnen. Sie erhalten monatliche Rationen mit Maismehl, Weizenmehl, Reis, Bohnen, Pflanzenöl, Zucker und Salz.

Dürre in Kenia – ADRA verteilt Lebensmittel

Spendenaktion für die Mekelle Adventist School in Äthiopien

Mekelle Adventist School

Die Mekelle Adventist School in Äthiopien wurde 1968 gegründet und genießt einen guten Ruf in der Region. Die Schule hat maßgeblich zur Bildung von Menschen beigetragen, die sich heute positiv in die Zivilgesellschaft einbringen. Hier arbeitet motiviertes Personal, welches sich mit Berufung für die Schule engagiert. Seit einigen Jahren jedoch ist die Schule zunehmend baufällig geworden und es fehlen moderne Unterrichtsmaterialien. Aus diesem Grund wurde ein Hilfsprojekt sowie eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um mehr Schulplätze für Kinder und Jugendliche in der Region zu schaffen und um den Unterricht qualitativ besser zu gestalten.

Modernisierung und Verbesserung des Unterrichts

Ziel des Projekts ist die Verbesserungen der Lernmöglichkeiten und Unterrichtsmaterialien an der Mekelle Adventist School sowie die Wiedereröffnung der High School als integrierter Schulzweig der Schule. Dazu baufällige Gebäude wird renoviert und um einen Neubau ergänzt. Die neuen räumlichen Kapazitäten sowie Schulmaterialien werden dazu beitragen, die Einschulungsquote anzuheben.

Unterstützen Sie die Spendenaktion mit Ihrer Spende und tragen Sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in der Region Mekelle eine gute Schulbildung erhalten!

ADRA auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin

Deutscher Evangelischer Kirchentag in Berlin

Dieses Jahr wird gefeiert! 2017 ist großes Luther-Jahr. Am 31.10.1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg. 500 Jahre später wird vom 24. bis 28. Mai das Reformationsjubiläum auf dem Kirchentag in Berlin und Wittenberg gefeiert. 140.000 Dauerteilnehmer und 45.000 Tagesgäste werden erwartet. In der Losung „Du siehst mich“ aus 1. Mose 16,13 steckt die Gewissheit, dass Gott uns mit unseren Sorgen und Nöten wahrnimmt. Sie gilt noch heute und fordert dazu auf, nicht über Missstände hinwegzusehen wegsehen, sondern aufeinander zugehen und füreinander da zu sein. Über 2.500 Veranstaltungen bieten Raum für Begegnung. ADRA ist auf dem Markt der Möglichkeiten auf dem Messegelände in Berlin unter dem Funkturm vertreten und heißt alle Kirchentagsbesucher herzlich willkommen!