ADRA Deutschland – Blog

Neueste Beiträge

Schritt aus der Armut – ADRA unterstützt Roma in Serbien

Ein Drittel der Balkanflüchtlinge sind Roma. Kommen sie aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien oder Serbien, werden sie aus Deutschland zurückgeschickt, denn diese Balkanstaaten gelten als sichere Herkunftsländer. ADRA hat in Serbien ein Projekt initiiert, um den Menschen in ihrem Zuhause eine Zukunft zu bieten. Im Rahmen dieses Projektes konnte die Lebenssituation von über 100 Roma nachhaltig verbessert werden.

Das Projekt „Empowering young Roma Families“ wird vom Auswärtigen Amt unterstützt und von ADRA Serbien in Kooperation mit ADRA Deutschland implementiert. Partner sind die Schule „Branko Pesic“ sowie „SOS Children’s Villages Serbia“.

ADRA und AWW starten nachhaltige Altkleidersammlung

Jeder hat Kleidung zuhause, die ungenutzt im Schrank hängt. Kleidung ist ein Rohstoff und damit ein Wertstoff. Jährlich werden etwa 1 Million Tonnen Altkleider gesammelt. 62.000 LKW könnte man damit befüllen. Es gibt Menschen, die diese Kleidung dringend benötigen. Mit der Abgabe von Kleidung in sogenannte Kleidercontainer kann diese wertvolle Ressource noch nutzbar gemacht werden. Deswegen haben ADRA Deutschland e.V. und das AWW ein gemeinsames Altkleidercontainerprojekt ins Leben gerufen, getreu dem Motto: „Gutes spenden. Hoffnung schenken.“

ADRA bei der 7. Nacht der Kirchen in Darmstadt

Am vergangenen Freitag fand zum siebten Mal die Nacht der Kirchen in Darmstadt statt. Auf der „Meile der Menschlichkeit“ zwischen Luisenplatz und Ludwigskirche präsentiere sich ADRA mit einem Stand den interessierten Besuchern. Das Glücksrad und ein Popcornstand luden zum kurzen Verweilen ein, was gerne angenommen wurde.

ADRA auf der Nacht der Kirchen in Darmstadt

Wofür steht ADRA Deutschland?

Wofür steht ADRA? Welche Ziele verfolgt ADRA? Auf welchen Gebieten innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich ADRA? Wo liegt die besondere Kompetenz von ADRA? Wie unterscheidet sich ADRA von der Vielzahl anderer Hilfsorganisationen? Auf diese Fragen gibt es hier eine Antwort.

ADRA direkt: So hilft ADRA bei Katastrophen

Wirbelstürme, Kriege, Tsunamis – all das sind plötzliche Schicksalsschläge und das Leben der Menschen vor Ort ändert sich schlagartig. Sie sind in großer Not und meist sogar in Lebensgefahr. Was dann hinter den Kulissen passiert, damit internationale Hilfe so schnell wie möglich kommt, erklärt Frank Brenda von der Abteilung Katastrophenhilfe bei ADRA Deutschland.

Gemeinsam gegen die Hungersnot in Afrika

Über 25 Millionen Menschen in Afrika sind vom Hungertod bedroht. ADRA Deutschland e. V. dankt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seinen Appell, gemeinsam gegen die Hungersnot in Afrika einzutreten. #späteristzuspät

Selbstständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit dank ADRA

John Jock Gatkouth ist Bauer und lebt in Nyangora, Doma County im Südsudan. Seine Familie besteht aus 16 Personen. Er hat sechs Söhne, fünf Töchter und vier Frauen. Er ist zwar ungebildet, weiß aber um die Bedeutung von Bildung. Daher wünscht er sich, dass seine Kinder zur Schule gehen. Aber das höchste Bildungsniveau, das Kinder in dieser Region erreichen können, ist die fünfte Klasse. Denn aufgrund des Bürgerkrieges gibt es keine Lehrer, die an höheren Bildungseinrichtungen unterrichten könnten. Um seine Kinder nach Äthiopien zu schicken, fehlt John jedoch das Geld.

John Jock Gatkouth

Durch Bürgerkrieg alles verloren

Vor dem Krieg ging es der Familie sehr gut und sie führten ein gutes Leben. John hatte genug Kühe, betrieb Landwirtschaft und Fischfang. Mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013 verlor er sein gesamtes Hab und Gut. Die Familie konnte sich nur noch eine Mahlzeit am Tag leisten und hing stark vom Sammeln wilder Pflanzen und Hilfsgütern ab. Obwohl John versuchte, Landwirtschaft zu betreiben, hatte er nicht genug Saatgut und Werkzeuge, um seine Familie ernähren zu können. Die Situation verschlechterte sich so sehr, dass er sogar erwog, in ein Flüchtlingscamp nach Äthiopien zu gehen.

Saatgut

Hilfsprojekt verändert Johns Leben

Das Hilfsprojekt von ADRA wurde zu einem Wendepunkt in Johns Leben. Im Rahmen des Projekts wurden ihm Saatgut und Werkzeuge zur Verfügung gestellt sowie Trainingsprogramme zu Tiergesundheit, Landwirtschaft und Betriebswirtschaft angeboten. Er lernte die Anzucht des Saatguts, das Verpflanzen der Setzlinge sowie die Pflege der Erntepflanzen. Mit den neu gewonnenen Kenntnissen und Hilfsmitteln kultiviert John mehr als drei Hektar Land mit verschiedenen Getreide und Gemüsesorten.

Gute Ernte und mehr Einkommen

So konnte John im vergangenem Jahr 800 Kilogramm Mais und eine beträchtliche Menge an Gemüse ernten. Die Sterblichkeitsrate des Viehs sank, während sich die Milchproduktion auf mehr als 10 Liter pro Tag steigerte. Und sogar Rücklagen konnte John bilden. Die Familie kann sich nun drei Mahlzeiten am Tag leisten sowie wichtige Produkte wie Seife, Salz und Kinderkleidung kaufen. Dieser Fortschritt hat nicht nur mehr Ernährungssicherheit gebracht, sondern auch die Anfälligkeit der Familie vor Flut und Dürre reduziert, die in diesem Gebiet häufig vorkommen. John sagt, dass ADRA die einzige Organisation ist, die ihm dabei geholfen hat, selbstständig und finanziell unabhängig zu werden. Dafür ist er sehr dankbar!

Jin Nyu kann zum ersten Mal zur Schule gehen

In Myanmar leben die ethnischen Minderheiten seit Jahrzehnten unter der Herrschaftsgewalt des Militärregimes. 40 Prozent der Gesamtbevölkerung gehören diesen Minderheiten an. Den Kindern fehlt meist der Zugang zu Bildung. ADRA ermöglicht es ihnen, eine Schule zu besuchen.

Jin Nyu ist 10 Jahre alt und lebt im Shan State in Myanmar. Dieses Jahr kann sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Schule besuchen. Manche Jungen aus ihrem Ort konnten in die entfernt gelegene Klosterschule gehen, aber als Mädchen musste Jin Nyu bei ihrer Familie im Dorf bleiben.

Jin Nyu

Endlich eine Schule in der Region

Im September 2016 kam zum ersten Mal ein Lehrer zusammen mit Vertretern lokaler Behörden in ihr Dorf und sprach über die Gründung einer neuen Schule. Alle Familien freuten sich, dass bald eine neue Schule in ihrer Nähe entstehen sollte und somit alle Kinder aus dem Dorf lernen können.

Für ihren Schulweg benötigt Jin Nyu eine Stunde. Ihre Mutter packt ihr ein kleines Lunchpaket für die Pause ein. Der Unterricht findet zwischen 9 und 15 Uhr statt. Auf dem Rückweg ist sie schneller, da es bergab geht. Ihre Mitschüler sind zwischen 6 und 14 Jahren alt. Jin Nyu freut sich darüber, dass sie endlich eine Schule besuchen kann: „Ich möchte lesen und schreiben lernen. Dann kann ich die Hinweisschilder und Preise auf dem Markt lesen und verstehen.“